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Employer Branding ist ein Business Case

  • Autorenbild: Daniel Ziegl
    Daniel Ziegl
  • vor 13 Stunden
  • 2 Min. Lesezeit

Warum CFOs genauer hinschauen sollten 😊

Employer Branding wird oft als Image-Thema behandelt. Als etwas, das gut aussieht, aber wirtschaftlich schwer greifbar ist.


Aus unternehmerischer Sicht ist das zu kurz gedacht. Denn strategisch gutes Employer Branding ist kein Selbstzweck. Es ist eine Investition. Ein Business Case.


Und jede Investition stellt am Ende dieselbe Frage: Was bringt sie – und ab wann?

 


Wertschöpfung beginnt nicht am ersten Arbeitstag

Aus wirtschaftlicher Sicht ist jeder neue Mitarbeiter zunächst ein Kostenfaktor. Recruiting, Einarbeitung, Orientierung – all das erzeugt negative Wertschöpfung, bevor Produktivität entsteht.


Die entscheidende Frage lautet daher nicht, wie wir diese Phase „schöner“ gestalten. Sondern wie wir sie verkürzen. Genau hier wird Employer Branding relevant – nicht emotional, sondern betriebswirtschaftlich.

 


Hebel 1: Recruiting effizienter machen

Unter Talent-Acquisition-Kosten fallen weit mehr als Anzeigen oder Plattformgebühren. Vor allem interne Zeit, Abstimmungen, Fachbereichskapazitäten – und die Kosten offener Stellen.

Je länger Recruiting dauert und je geringer die Passung der Bewerbungen ist, desto teurer wird jede Einstellung.


Wertebasiertes Employer Branding wirkt hier wie ein Filter. Nicht, weil mehr Bewerbungen kommen. Sondern weil passendere kommen.

Das senkt:

  • den Zeitaufwand im Recruiting

  • die Anzahl unnötiger Gespräche

  • die Kosten pro Einstellung


Der erste Teil des Business Case entsteht nicht durch Reichweite, sondern durch Effizienz.

 

Daniel Ziegl im Gespräch
Im Gespräch zum Thema "RIO im Employer Branding".

Hebel 2: Produktivität früher erreichen

Nach der Einstellung endet die Kostenphase nicht – sie verlagert sich. Onboarding bindet Zeit, Energie und Aufmerksamkeit – bei neuen Mitarbeitenden ebenso wie bei Führungskräften.


Employer Branding wirkt hier früher, als viele denken. Wenn neue Mitarbeitende bereits vor dem Start ein klares Bild von Kultur, Arbeitsweise und Erwartungen haben, beginnt der Einstieg nicht bei null.


Das reduziert Reibung. Beschleunigt Orientierung. Und verkürzt die Anlaufphase messbar.

Produktivität setzt früher ein – und stabiler.

 


Wo der ROI tatsächlich entsteht

Der Return on Investment im Employer Branding entsteht nicht durch Sichtbarkeit. Er entsteht durch zwei Effekte:

Erstens: geringere Kosten pro Einstellung. Zweitens: frühere und nachhaltigere Wertschöpfung pro Mitarbeiter.


Je schneller sich Recruiting- und Onboarding-Investitionen amortisieren –und je länger Mitarbeitende wirksam bleiben –desto höher der ROI.

Das ist keine Image-Logik .Das ist Investitionsrechnung.

 


Der Business Case: Fazit für CFOs

Employer Branding ist kein Nice-to-have. Es ist ein wirtschaftlicher Hebel.

Nicht, weil es Aufmerksamkeit erzeugt. Sondern weil es Kosten senkt, Wertschöpfung beschleunigt und Investitionen schneller wirksam macht.


Oder anders gesagt: Der größte Effekt entsteht nicht dort, wo es laut wird –sondern dort, wo Wertschöpfung beginnt.

 
 
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