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Employer Branding als Business Case

Kein reines Imagethema. Eine wirtschaftliche Entscheidung.

Employer Branding wird häufig vor allem als Kommunikations- oder Imagethema betrachtet. Wirtschaftlich relevant wird es aber dort, wo Recruitingaufwand, Besetzungsdauer, Passung und frühe Fluktuation messbar werden.

Kurz gesagt

Eine klare Arbeitgeberpositionierung kann dazu beitragen, Recruiting gezielter auszurichten, realistische Erwartungen zu vermitteln und die Passung von Bewerbungen zu verbessern. Ob daraus ein wirtschaftlicher Effekt entsteht, lässt sich nur beurteilen, wenn vor dem Projekt die richtigen Kennzahlen erhoben werden.

Wertschöpfung beginnt nicht automatisch am ersten Arbeitstag

Eine unbesetzte Stelle kostet Geld. Recruiting bindet Zeit in HR und Fachbereichen. Und auch nach einer erfolgreichen Einstellung dauert es, bis neue Mitarbeiter ihre Aufgaben selbstständig übernehmen können.

Die wirtschaftlich relevante Frage lautet daher: Wo entstehen heute unnötige Kosten, Verzögerungen oder Fehlentscheidungen – und welchen Beitrag kann eine klarere Arbeitgeberpositionierung leisten?

Drei Hebel

01

Recruiting gezielter ausrichten

Zu den Recruitingkosten gehören nicht nur Inserate und Plattformgebühren. Auch interne Abstimmungen, Interviews, die Zeit der Fachbereiche und lange unbesetzte Stellen verursachen Aufwand.

Eine klare Positionierung soll nicht möglichst viele Menschen überzeugen. Sie soll den passenden Personen ein realistisches Bild vermitteln und unpassende Erwartungen früher reduzieren.

02

Erwartungen früher klären

Menschen starten nicht ohne Erwartungen in ein Unternehmen. Diese entstehen bereits durch Stellenanzeigen, Karriereseite, Bewerbungsgespräche und persönliche Kontakte.

Je glaubwürdiger Arbeitsweise, Kultur und Anforderungen vermittelt werden, desto geringer ist das Risiko, dass neue Mitarbeiter nach dem Einstieg ein völlig anderes Unternehmen erleben als erwartet.

03

Bestehende Mitarbeiter besser verstehen

Employer Branding verhindert keine Kündigungen. Der Prozess kann aber sichtbar machen, welche Aspekte der Arbeitgeberrealität Menschen halten, wo Erwartungen enttäuscht werden und welche Themen intern stärker bearbeitet werden sollten.

Damit wird Arbeitgeberpositionierung auch zu einer Grundlage für Führung, Kommunikation und Mitarbeiterbindung.

Was ihr vorher messen solltet

Für eine erste wirtschaftliche Betrachtung reichen wenige Kennzahlen:

01

Wie lange dauert eine Besetzung durchschnittlich?

02

Was kostet eine offene Stelle pro Monat?

03

Wie hoch sind die Kosten pro Einstellung?

04

Wie viele neue Mitarbeiter verlassen das Unternehmen innerhalb des ersten Jahres?

05

Wie viel Zeit investieren HR und Fachbereiche pro Besetzung?

06

Wie lange dauert es, bis neue Mitarbeiter ihre Rolle selbstständig ausfüllen?

Wer diese Werte vor dem Projekt kennt, kann später wesentlich besser beurteilen, was sich tatsächlich verändert hat.

Häufige Fragen

Ab wann zahlt sich Employer Branding aus?

Nicht ab dem ersten Kampagnenmotiv. Erste Veränderungen können sich beispielsweise in der Qualität der Bewerbungen, in realistischeren Erwartungen oder in effizienteren Recruitingprozessen zeigen. Ob daraus ein finanzieller Effekt entsteht, muss anhand der vorhandenen Kennzahlen geprüft werden.

Wir haben genug Bewerbungen. Brauchen wir das trotzdem?

Die Anzahl allein sagt wenig aus. Relevant ist, wie viele Bewerbungen tatsächlich passen, wie hoch der Aufwand für die Auswahl ist und wie viele der eingestellten Mitarbeiter nach einem Jahr noch im Unternehmen sind.

Welche Kennzahlen sollten wir vorab erheben?

Mindestens Time to Hire, Cost per Hire, Frühfluktuation und den internen Zeitaufwand pro Besetzung. Je nach Unternehmen können auch Bewerbungsqualität, Absagegründe oder die Dauer der Einarbeitung relevant sein.

Was kostet ein Employer-Branding-Projekt?

Ein Beratertag kostet 2.500 Euro. Der Gesamtpreis hängt vom Umfang, der Zahl der Zielgruppen und Standorte sowie von der gewünschten Umsetzung ab.

Wo steht ihr gerade?

Erzählt kurz, worum es geht. Ihr bekommt eine ehrliche Einschätzung, ob und in welchem Umfang das für euch sinnvoll ist – auch dann, wenn die Antwort lautet, dass ihr etwas nicht braucht.

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