Boomerang Employees – wenn das Gras doch nicht grüner war
- Daniel
- 14. Juli
- 2 Min. Lesezeit
In vielen Unternehmen ist ein Abschied endgültig. Die E-Mail-Adresse wird deaktiviert, das Büro ausgeräumt – und die Tür fällt leise ins Schloss. Doch immer öfter zeigt sich: Abschied muss nicht für immer sein. Denn manchmal merkt man erst draußen, was man an einem Arbeitgeber wirklich hatte.
Ich weiß das nicht nur theoretisch – sondern aus eigener Erfahrung. Ich bin selbst einmal zurückgekehrt. Und ich kann heute sagen: Es war die richtige Entscheidung.
Boomerang Employees – ein unterschätztes EB-Potenzial
Ob aus Neugier, Karriereambition oder dem Wunsch nach etwas Neuem – Wechsel gehören zum Leben. Aber wenn jemand zurückkommt, passiert etwas Besonderes: Aus ehemaligen Mitarbeitenden werden bewusste Rückkehrer*innen. Menschen, die den Vergleich haben – und sich trotzdem (oder gerade deshalb) wieder für das Unternehmen entscheiden.
In meinen letzten beiden Arbeitgebern – und auch bei meinem jetzigen – erlebe ich regelmäßig, wie oft das vorkommt. Und wie viel Stärke und Strahlkraft in diesen Geschichten steckt.
Gleichzeitig weiß ich: Für viele, die das Unternehmen einmal verlassen haben, fühlt sich eine Rückkehr unsicher oder gar „verboten“ an. Genau deshalb gestalten wir aktuell eine eigene Landingpage auf unserer Karriereseite, um das Thema offen, empathisch und mit Haltung zu kommunizieren – und um das Tabu zu brechen.

Warum Rückkehrer*innen echte EB-Goldstücke sind
1. Sie erzählen keine Hochglanzstory, sondern eine echte
„Ich war weg – und bin zurück“ ist keine Marketingfloskel, sondern gelebte Realität. Solche Geschichten sind ehrlich, nachvollziehbar und menschlich. Und sie senden ein starkes Signal :„Ich weiß, wie’s woanders war – und hab mich trotzdem wieder für euch entschieden.“
2. Sie stärken die Bindung nach innen
Wenn Kolleg*innen zurückkommen, fühlt sich das für das bestehende Team oft wie eine stille Bestätigung an: „Die kommen wegen uns wieder.“ Das fördert nicht nur Stolz – sondern auch Vertrauen in die Kultur.
3. Sie wirken doppelt – intern wie extern
Ob im Karriereblog, im Newsletter oder auf Social Media – Rückkehrer*innen eignen sich ideal für authentische Testimonials, die nahbar und glaubwürdig wirken. Keine Scripted Stories. Sondern echte Aha-Momente.
Boomerangs passieren nicht zufällig – sondern durch Haltung
In vielen Unternehmen endet die Beziehung mit dem Austritt. Aber ich bin überzeugt: Retention beginnt manchmal erst nach dem Abschied.
Best Practices, die ich erlebt (und mitgestaltet) habe:
Offboarding mit Haltung – wertschätzend, nicht beleidigt
Kontakt halten über LinkedIn, Alumni-Formate oder einfach durch ehrliche Wertschätzung
Landingpages zum Comeback – z. B. mit der Botschaft „Abschied muss nicht für immer sein“
Rückkehr enttabuisieren – keine „Schuldgefühle“, sondern echte Willkommenskultur
Und wenn du...
…deine Arbeitgebermarke bewusst beziehungsorientiert denken willst – mit Raum für Entwicklung, Umwege und ehrliche Heimkehr – melde dich gern. Ich unterstütze dich dabei, Rückkehrer*innen strategisch zu integrieren. Denn Employer Branding endet nicht beim Exit – sondern kann dort, ganz leise, wieder anfangen.
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